
Philipp Hellmann gestaltet agile Zusammenarbeit bei der Ceyoniq mit Blick auf Menschen und Organisation.
Bevor ich 2019 zur Ceyoniq kam, war ich in einem international tätigen Lebensmittelunternehmen als Inhouse Consultant und Projektleiter tätig. Dort habe ich mich vor allem mit Prozessberatung rund um ERP-Systeme beschäftigt. Das war eine intensive und stellenweise auch ziemlich anstrengende Zeit, weil in einem großen Konzern als interner Berater schnell alles Mögliche auf dem eigenen Tisch landet. Spannend war das auf jeden Fall, aber für mich wurde irgendwann klar, dass ich perspektivisch noch einmal etwas verändern wollte.
Auf die Ceyoniq aufmerksam geworden bin ich über einen Kommilitonen, der damals schon im Unternehmen gearbeitet hat und sehr positiv von seinem Arbeitsumfeld erzählt hat. Für mich war das zunächst einfach ein spannender Hinweis, aber schon in den Bewerbungsgesprächen hatte ich das Gefühl, dass hier etwas anders ist. Ich bin sehr offen und ehrlich empfangen worden. Es wurde klar benannt, was möglich ist und was nicht, und genau diese direkte Art habe ich sofort geschätzt. Dieses ehrliche Miteinander hat bei mir von Anfang an ein gutes Gefühl ausgelöst und war letztlich ein wesentlicher Grund dafür, dass ich mich für die Ceyoniq entschieden habe. Gestartet bin ich im Mai 2019 zunächst in der SAP-Beratung. Dort war geplant, dass ich mich vor allem in technische Themen einarbeite. Relativ früh kam dann aber noch eine weitere Aufgabe dazu: Im Rahmen der internen SAP-Einführung habe ich zusätzlich Verantwortung übernommen und den Workstream Consulting als Fachprojektleiter mitbetreut. Dadurch war mein Einstieg von Beginn an sehr abwechslungsreich. Ich habe im Grunde das aufgegriffen, was gerade gebraucht wurde, und genau das hat meinen Weg bei der Ceyoniq bis heute geprägt.
Parallel dazu lief bei mir noch ein weiterer wichtiger Abschnitt: Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits berufsbegleitend im Masterstudium und schrieb dann meine Masterarbeit über Künstliche Intelligenz im Vertragswesen. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich Dokumente und Verträge intelligenter klassifizieren lassen – ein Thema, das damals noch deutlich weniger präsent war als heute, aber schon großes Potenzial erkennen ließ. Nach Abschluss meiner Masterarbeit wechselte ich dann in die ECM-Sparte und war dort als Projektleiter tätig. Ich habe also zunächst weiterhin interne Themen rund um SAP begleitet, gleichzeitig aber auch immer stärker in Kundenprojekten gearbeitet. Ein weiterer Wendepunkt kam dann Anfang 2022: Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die agile Transformation in der Entwicklung zu unterstützen. Das Thema hat mich sofort gereizt. Also bin ich zunächst für drei Tage pro Woche eingestiegen, später dann komplett. Seit April 2024 leite ich nun die Abteilung Scrum Organisation.
Heute beschäftige ich mich vor allem mit agiler Organisationsentwicklung und der Frage, wie wir Zusammenarbeit mit agilen Methoden sinnvoll gestalten können. Meine Kollegen coachen die Teams, während ich stärker mit dem Management arbeite. Dabei geht es viel darum, existierende Arbeitsweisen zu hinterfragen, neue Ansätze einzuführen, Bestehendes weiterzuentwickeln und gemeinsam zu überlegen, wie wir als Organisation handlungsfähig und flexibel bleiben. Im Kern versuche ich, Veränderungen so zu begleiten, dass sie nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern im Alltag auch wirklich funktionieren. Die größte Herausforderung besteht für mich darin, unterschiedliche Blickwinkel zusammenzubringen. Denn Veränderung gelingt nur, wenn man versteht, warum Menschen an bestimmten Arbeitsweisen festhalten und was sie brauchen, um neue Wege mitzugehen. Es geht also um Perspektivwechsel, gegenseitiges Verständnis und manchmal auch um eine Portion Mut, neue Wege zu testen.
Besonders wichtig ist mir und dem gesamten Team der Ceyoniq dabei, dass Veränderung nicht um jeden Preis passiert. Im Rahmen unserer agilen Transformation haben wir uns bewusst vorgenommen, nicht nur Strukturen zu verändern, sondern die Menschen mitzunehmen. Gerade in Veränderungsprozessen ist das keine Selbstverständlichkeit. Je schneller man Organisationen umbaut, desto größer ist die Gefahr, Kolleginnen und Kollegen zu verlieren – fachlich oder auch emotional. Umso mehr schätze ich es, dass bei der Ceyoniq nicht nur das Ziel zählt, sondern auch der Weg dorthin. Wir bewegen uns immer in einem Spannungsfeld zwischen Weiterentwicklung und Rücksicht auf die Menschen.
Ich arbeite vor allem wegen der Menschen so gerne bei der Ceyoniq: Jeden Tag habe ich es mit Kolleginnen und Kollegen zu tun, die für mich sowohl menschlich als auch fachlich unglaublich wertvoll sind. Der Umgang miteinander ist ehrlich und fordernd, zugleich aber immer wertschätzend – für mich ein echter Luxus. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, können wir uns aufeinander verlassen und gemeinsam gute Lösungen finden und zusammen rumalbern.
Mein Gefühl sagt mir, dass wir uns als Unternehmen auf einem guten Weg befinden: Vieles entwickelt sich in die richtige Richtung, und genau das macht es spannend, Teil dieser Reise zu sein. Natürlich sind wir noch nicht am Ziel angekommen. Doch gerade das motiviert mich, jeden Tag meinen Beitrag zu leisten und den Weg aktiv mitzugestalten. Und während wir uns gemeinsam weiterentwickeln, ist die Gesellschaft entlang der Reise besonders wertvoll: Für mich zeigt sich immer wieder, wie entscheidend gute Zusammenarbeit, starke Führung und gegenseitiger Respekt sind, um gemeinsam erfolgreich zu sein.
